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Spezialunterricht

 
Die Gemeinden Mühleberg und Frauenkappelen bilden einen IBEM-Standort (Integration und besondere Massnahmen) und setzen die besonderen Massnahmen auf der Grundlage des Art. 17 VSG gemeinsam um.
Manche Kinder haben spezielle Bedürfnisse und brauchen besondere Förderung oder Unterstützung.
In solchen Fällen handeln wir an den Schulen Mühleberg nach folgendem 4-Stufen-Prinzip:
Stellt die Lehrkraft bei einem Kind Lernstörungen fest, so fördert sie es gezielt durch individuelle Massnahmen und Unterstützung. Sie fängt die Lernstörung mit individualisierendem Unterricht auf und die Basisfunktionen werden gezielt gefördert. In einem zweiten Schritt werden die Eltern oder andere Personen zum Fördern des Kindes ausserhalb des Kindergartens oder der Schule angeleitet. In einem dritten Schritt erfolgt eine Beurteilung und Beratung durch die Speziallehrkräfte, allenfalls verbunden mit einer Kurzintervention. Viertens erfolgt mit Zustimmung der Eltern die Anmeldung zur Abklärung bei einer Fachinstanz.
Diese Stufen werden der Reihe nach durchlaufen, oft genügt die Förderung in der Kindergarten oder Schulklasse (Stufe 1) oder die Mithilfe der Eltern (Stufe 2). 
Die Fördermassnahmen bei den Lehrpersonen Spezialunterricht beruhen einerseits bei den Entscheiden Besuch des Unterrichts in der KbF, Besuch einer Einschulungsklasse und Begabtenförderung auf einer fachspezifischen Beurteilung und einer Abklärung des Förderbedarfs durch die Fachinstanz „Kantonale Erziehungsberatungsstelle und Jugendpsychiatrischer Dienst“ EB/KJPD. Darauf erfolgt ein Antrag an die Schulleitung. Andrerseits beruhen die Entscheide für Fördermassnahmen bei den Lehrpersonen Spezialunterricht in den Bereichen Integrative Förderung, Logopädie und Psychomotorik
a) bei leichten Lern- oder Entwickliungsstörungen mit einem Förderbedarf von weniger als vier Semestern ohne Bericht und Antrag einer Abklärungsstelle bei der Schulleitung.
b) bei einer schweren Lern- oder Entwicklungsstörung mit einem lägneren Förderbedarf oder eine Förderung, die länger als vier Semester dauert, mit Bericht und Antrag einer Abklärungsstelle an die Schulleitung. Die Zuweisung zum Unterricht für Deutsch als Zweitsprache verfügt die Schulleitung.
Bei ihrer Arbeit gehen die Lehrpersonen für den Spezialunterricht vom vorhandenen Wissen und Können des Kindes aus; sie fördern die Grundfähigkeiten und vermitteln Lernformen. Diese werden mittels Förderplänen festgehalten. Der Spezialunterricht wird von besonders ausgebildeten Lehrpersonen erteilt und ist für die Eltern kostenlos. Manchmal ist eine Abklärung bei der Erziehungsberatungsstelle oder beim Arzt angezeigt.

Im Rahmen unserer Schule wird folgender Spezialunterricht angeboten:

          KbF, Klasse für besondere Förderung
          EK, Einführungskasse
          IF, integrative Förderung
          Logopädie
          Psychomotorik (in Bümpliz)
          Legasthenie / Dyskalkulie
          Ausserordentliche intellektuelle Begabungen
          DAZ, Deutsch als Zweitsprache

Wir möchten Ihnen diese Bereiche etwas näher vorstellen.    

 

KbF, Klasse für besondere Förderung

Seit Jahren wird in der Oberstufe eine Klasse für besondere Förderung, KbF, geführt. Darin werden Schülerinnen und Schüler ab der zweiten Klasse aus den Gemeinden Mühleberg und Frauenkappelen unterrichtet. Diese Schülerinnen und Schüler werden ab der fünften Klasse nach den entsprechenden Fähigkeiten teilweise und ab der siebten Klasse (vorteilhaft mit Repetition der 7. Klasse) ganz in die Realklassen integriert. Die Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler der KbF sind in den Schulbetrieb der Mittel- und Oberstufe integriert und nehmen an den Schulaktivitäten der Mittel- und Oberstufe teil (Aufführungen, klassenübergreifende Projekte, Schulreisen, Lager usw.). Ab August 2012 hat die KbF einen neuen Standort und zwar in der ehemaligen Abwartswohnung im alten Schulhaus in Allenlüften.


EK, Einschulungsklasse

Die erste Klasse kann bei Bedarf auch in zweijähriger Form als EK besucht werden.
Die Erziehungsberatung oder die Schulärztin/ der Schularzt stellen für ein Kind den Antrag auf Einschulungsklasse. Da in den Gemeinden Mühleberg und Frauenkappelen keine Einschulungsklassen geführt werden, wird mit den Eltern, der EB oder Schulärztin/Schularzt und Klassenlehrperson nach einer geeigneten Lösung gesucht. Die Einschulungsklasse gilt ab 01.8.2013 als zwei Schuljahre.


Bereich integrative Förderung

Durch die IF-Lehrperson werden sowohl Kinder mit isolierten Lernproblemen als auch Kinder mit allgemeinen Entwicklungsverzögerungen, Lern- und  Verhaltensschwierigkeiten gefördert. Da eine grösstmögliche Integration angestrebt wird, arbeiten die schulischen Heilpädagoginnen vorzugsweise in der Klasse, je nach Situation mit einer Lerngruppe oder mit einzelnen Kindern aber auch mit einer Halbklasse oder der ganzen Klasse. Dies ist eine Chance für alle Beteiligten. Es gibt keinen Anspruch auf Einzelunterricht der SchülerInnen.
Die IF können beigezogen werden, um Situationen zu analysieren, Klassen- und Förderziele zu formulieren und verschiedene Angebote zu koordinieren. Sie begleiten und beraten Schüler und Schülerinnen, Lehrkräfte und Eltern in schwierigen Schulsituationen und nutzen vorhandene Ressourcen.
Des Weiteren umfasst die Arbeit der schulischen Heilpädagogin:
          Beratung von Lehrkräften und Eltern beispielsweise in Bezug auf reduzierte individuelle Lernziele (riLz)
          Beratung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen (Aufbau von Lernstrategien, Mobbing usw.)
          Förderorientiertes Erfassen von Schülerinnen und Schülern
          Beratung bei Einschulungsproblemen und Integration

Dies bedingt eine gute Zusammenarbeit mit Lehrpersonen, Eltern, weiteren Speziallehrkräften (Logopädin und Psychomotoriktherapeutin) und Fachinstanzen.


Bereich Logopädie

Sprache ist für den Menschen von zentraler Bedeutung. Mit ihrer Hilfe kann er sich ausdrücken und mit seinen Mitmenschen verständigen. Eine Beeinträchtigung der Sprache kann sich auf die Leistungen, sowie die psychische und soziale Befindlichkeit und Entwicklung auswirken.
Logopädie befasst sich mit der Beratung, Abklärung und Behandlung von sprachlichen Problemen. Betroffen können sein: Artikulation (Bildung der Laute), Sprachverständnis, Satzbau, Wortschatz, Stimme, Sprechablauf (z. B. Stottern) sowie Lesen und Schreiben.
Eine Abklärung ist insbesondere dann angezeigt, wenn wir eine oder mehrere der folgenden Auffälligkeiten beobachten:
          Das Kind lässt Laute aus, ersetzt sie (z. B. L statt R) oder bildet sie inkorrekt
          Das Kind verdreht oder verkürzt die Sätze (z.B. „Ig nid gange bi“, „wo Lego?“), es braucht falsche Wortwendungen („Morge Muetti Stadt ganget isch)
          Das Kind findet die Wörter nicht, die es brauchen würde oder kennt seinem Alter entsprechend zu wenige Wörter
          Stimmprobleme (z. B. dauernde Heiserkeit, Näseln)
          Der Sprechfluss ist zu schnell und undeutlich, oder stockend mit vielen Wiederholungen
          Das Kind verweigert Sprache in bestimmten Situationen, obschon es sprechen könnte
          Das Kind reagiert auf Fragen oder Aufforderungen nicht angemessen oder gar nicht (mangelndes Sprachverständnis)


Bereich Psychomotorik

Psychomotorik befasst sich mit der Wechselwirkung zwischen Denken, Fühlen und Bewegen und deren Bedeutung für die Entwicklung der Handlungskompetenzen des Menschen in seinem Umfeld.
Kinder und Jugendliche mit psychomotorischen Störungen haben Schwierigkeiten, sich in angemessenen Bewegungen und Handlungen auszudrücken und Beziehungen einzugehen. Sie sind in ihren Entwicklungs-, Ausdrucks- und Lernmöglichkeiten eingeschränkt. Dies zeigt sich in vielfältigen, unterschiedlichen Erscheinungsbildern: Unruhe, Ungeschicktheit, Gehemmtheit, kleinkindliches oder aggressives Verhalten, Ängstlichkeit sind einige Begriffe, die mit diesen Kindern in Zusammenhang gebracht werden.
Ziel der Psychomotorik ist die ganzheitliche heilpädagogische Förderung von Bewegung und Wahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen mit psychomotorischen Störungen unter Einbezug ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung.
Die Arbeit orientiert sich an den persönlichen Entwicklungsthemen, an den motorischen Schwierigkeiten sowie an den Stärken der Kinder und Jugendlichen. Durch gezielte Übungen können gewisse Bewegungsabläufe und Fertigkeiten im grobmotorischen (ganzer Körper), feinmotorischen (Tätigkeiten mit den Händen), und graphomotorischen Bereich (Erlernen der Schrift) aufgebaut und gefördert werden. Der Unterricht findet im Schulhaus Tscharnergut, Bümpliz statt.


Bereich Legasthenie / Dyskalkulie

Zur Bewältigung des Alltags sind Lesen, Schreiben und Rechnen von wesentlicher Bedeutung. Beeinträchtigungen in diesen Fertigkeiten können zu allgemeinem Leistungsversagen sowie Störungen von Verhalten und Wohlbefinden führen. Die Lehrpersonen für Spezialunterricht erstellen ein Förderprogramm und leiten die Schülerinnen und Schüler an, Lernstrategien anzuwenden. Es gilt, Entwicklungsrückstände aufzuholen, Arbeitsstrategien zu erwerben, wieder Selbstvertrauen zu gewinnen und den Anschluss in der Klasse nicht zu verlieren.


Bereich Ausserordentliche intellektuelle Begabungen

Kinder, die auf der Erziehungsberatung abgeklärt wurden und einen bestimmten Intelligenzgrad erreichen, sind berechtigt, die Begabtenförderung zu besuchen. Die Begabtenförderung wird mit den Standorten Neuenegg, Laupen und Mühleberg organisiert.


Bereich Deutsch als Zweitsprache

Für Schulkinder mit geringen Deutschkenntnissen können die Lehrpersonen zusammen mit den Eltern einen Antrag auf Förderunterricht in Deutsch stellen. Eine Lehrperson für Spezialunterricht erfasst den Sprachstand des Kindes. Aufgrund dieses Ergebnisses entscheidet die Schulleitung, ob ein Kind diesen Förderunterricht benötigt. Die Schulleitung ist Bewilligungsbehörde und erlässt eine Verfügung. Meist erfolgt dieser Unterricht in Kleingruppen.
Wenn die Eltern oder Lehrpersonen besondere Bedürfnisse feststellen, kann durch die Lehrperson eine Fachperson Spezialunterricht beigezogen werden:
IF: Susanna Clerc
Logopädie: Mirjam Gafner
Psychomotorik: Alicia Balmer-Heuberger
Deutsch als Zweitsprache, DaZ: Daniela Greiner
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